Florsjön ist das Lagerthema des Sommerlagers 2026. Hier findest du den Lagerdraht, Informationen zum diesjährigen Motto sowie während des Lagers täglich neue Berichte und Fotos direkt aus dem Lager.
Lagerdraht
Montag, 3. August 2026
Ein gelungener Start ins Sommerlager
Nach einer angenehmen Carfahrt trafen am gestrigen Sonntag alle 55 Kinder wohlbehalten im Ferienheim Huttwil ein. Nach der Begrüssung wurden die Zimmer bezogen, die Betten eingerichtet und das Lagerhaus erkundet. Schon nach kurzer Zeit herrschte überall reges Treiben und die ersten neuen Freundschaften wurden geknüpft.
Der heutige Lagertag begann mit einer fröhlichen Kennenlernrunde. Bei verschiedenen Spielen lernten sich die Kinder und das Leiterteam besser kennen und die anfängliche Nervosität war schnell verschwunden.
Anschliessend wurde das diesjährige Lagermotto vorgestellt. Ein grosser Investor möchte im Eriz nach wertvollen Bodenschätzen graben. Doch dabei gibt es auch kritische Stimmen: Eine Ökologin erklärte den Kindern in einem spannenden Vortrag, wie die Bodenschätze überhaupt entstanden sind und weshalb die einzigartige Natur und die Schutzgebiete besonders sorgfältig behandelt werden müssen. Zum Abschluss erhielten die Kinder eine Einführung in die Kartenkunde und erfuhren, wie sich mit Karten mögliche Fundorte von Bodenschätzen entdecken lassen.
Am Nachmittag stand bereits die erste grosse Herausforderung auf dem Programm. In kleinen Gruppen machten sich die Kinder auf den Weg durch den Wald. An fünf verschiedenen Posten mussten knifflige Rätsel gelöst werden. Für jede richtige Lösung erhielten die Gruppen einen Teil einer Schatzkarte. Erst als alle fünf Kartenteile richtig zusammengesetzt waren, wurde das Versteck des Schatzes sichtbar. Mit viel Begeisterung machten sich die Kinder auf die Suche und konnten den Schatz schliesslich erfolgreich bergen.
Den stimmungsvollen Abschluss des Tages bildete ein Musik-Bingo. Bekannte Lieder sorgten für gute Stimmung, es wurde mitgesungen, gelacht und natürlich auch um den einen oder anderen kleinen Preis gespielt. Ein gelungener Ausklang eines abwechslungsreichen und spannenden ersten Lagertages.
Dienstag, 4. August 2026
Heute wurde im Lager wieder einiges erlebt.
Der Morgen begann mit einem spannenden Erste-Hilfe-Kurs, den Tiziana für die Kinder vorbereitet hatte. Dabei lernten sie, wie man in einem Notfall richtig reagiert und mit einfachen Massnahmen helfen kann.
Gleich danach wurde gemeinsam der grosse Pool aufgebaut. Zunächst sorgten ein paar verschwundene Teile für etwas Nervenkitzel – doch wie es sich für ein gutes Lager gehört, tauchten sie kurz darauf wieder auf. Anschliessend wurde der Pool mit Wasser gefüllt. Jetzt heisst es nur noch: warten, warten… und nochmals warten. So ein Pool hat offenbar mehr Durst als alle Lagerkinder zusammen.
Am Nachmittag war Kreativität gefragt. Die Kinder gestalteten ihre eigenen weissen T-Shirts mit ihrem Namen und dem Logo unseres Lagerthemas Florsjön. Dabei entstanden viele einzigartige Kunstwerke – einige davon fast schon museumsreif. Ausserdem bastelten alle einen persönlichen Becher mit Tragekordel, damit die gefundenen Bodenschätze, Goldstücke oder andere kleine Schätze sicher verstaut werden können.
Am Abend verwandelte sich das Lagerhaus schliesslich in eine grosse Disco. Die Tanzfläche war schnell gefüllt, die Musik laut und die Stimmung noch lauter. Ob Disco-Fox, wilde Freestyle-Moves oder kreative Eigenkreationen – getanzt wurde alles. Selbst diejenigen, die behauptet hatten, «ich tanze sicher nicht», waren kurze Zeit später mitten auf der Tanzfläche anzutreffen.
Mittwoch, 5. August 2026
Ein Tag voller Bewegung, Teamgeist und spannender Wettkämpfe
Heute stand der traditionelle Sporttag auf dem Programm. Den ganzen Tag über traten die acht Teams in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an und kämpften mit viel Einsatz, Geschick und Teamgeist um jeden einzelnen Punkt.
Auf dem Programm standen Basketball, Fussball, Töggele, Pingpong, die Balance-Challenge, Memory, Waterpong und der beliebte Sockenkampf. An jeder Station konnten die Teams wichtige Punkte sammeln. Überall wurde angefeuert, mitgefiebert und gelacht. Trotz des sportlichen Ehrgeizes standen Fairness, Teamgeist und der gemeinsame Spass jederzeit im Vordergrund.
Nach dem Abendessen folgte die mit Spannung erwartete Rangverkündigung. Alle Teams versammelten sich, um die Ergebnisse zu erfahren und die Siegerinnen und Sieger gebührend zu feiern.
🏅 Schlussrangliste:
🥇 1. Die Flitzer
🥈 2. Erizgurke
🥉 3. MedienSuchtis
4. StrawberryMatcha
5. Streichhölzer
6. LuzernBallers
7. Ragequit
8. TeamNormal
Die drei erstplatzierten Teams durften sich über Gold-, Silber- und Bronzemedaillen freuen. Zusätzlich erhielten sie Spielgeld, das sie später im Lagercasino einsetzen können. Aber auch die übrigen Teams gingen nicht leer aus und durften sich über einen Preis freuen.
Herzliche Gratulation an Die Flitzer zum verdienten Tagessieg! Ein herzliches Dankeschön geht an alle Teams, die mit viel Einsatz, Teamgeist und Fairness für einen abwechslungsreichen und spannenden Sporttag gesorgt haben.
Donnerstag, 6. August 2026
Am Morgen stand „Spass mit Leiterinnen und Leitern“ auf dem Programm. Ob Fussball, Tischtennis-Rundlauf, Basteln oder Jenga – überall wurde gelacht, gespielt und mit viel Energie mitgemacht.
Nach den zahlreichen erfolgreichen Funden von Bodenschätzen zeigte sich der Investor ungewohnt grosszügig und spendierte den Kindern einen luxuriösen Pool. Dieser wurde am Nachmittag feierlich eröffnet. Direkt daneben lockte eine Poolbar, in der die Kinder ihr hart verdientes Spielgeld gleich wieder ausgeben durften. Der Investor zeigte sich darüber äusserst zufrieden – Geld soll schliesslich in Bewegung bleiben.
Am Abend verwandelte sich das Lagerhaus in ein exklusives Casino. Mit Poker, Blackjack und weiteren Kartenspielen konnten die Kinder ihr zuvor verdientes Spielgeld einsetzen und – mit etwas Glück – sogar vermehren.
Wobei… an einzelnen Spieltischen wurden die Regeln offenbar etwas kreativ interpretiert. Der Croupier erklärte neue Sonderregeln jeweils genau dann, wenn sie gerade der Bank nützten. Proteste wurden selbstverständlich höflich entgegengenommen… und konsequent ignoriert. Manche Kinder verliessen das Casino mit leeren Taschen, aber um einige Erfahrungen reicher.
Auch an einem anderen Spieltisch lief nicht alles nach Plan. Dort stellte sich irgendwann heraus, dass versehentlich mit den falschen Karten gespielt wurde – kein Wunder also, dass die Bank ständig verlor. Nach einem diskreten Kartenwechsel normalisierte sich die Wirtschaftslage allerdings erstaunlich schnell.
Als man dachte, der Abend könne nicht turbulenter werden, marschierte plötzlich eine Gruppe lautstark protestierender Ökologinnen und Ökologen ins Casino. Sie warf dem Investor hemmungslosen Kapitalismus und Profitgier vor und demonstrierte lautstark gegen dessen Geschäftsmodell. Für einen kurzen Moment schien eine kleine Wirtschaftskrise auszubrechen. Zum Glück blieb es bei einer friedlichen Demonstration. Mit der Schliessung des Casinos kehrte wieder Ruhe ein. Der Investor konnte beruhigt schlafen – zumindest bis zur nächsten Demonstration.
Freitag, 7. August 2026
Kreativität am Morgen, Börsenfieber am Nachmittag und Zirkuszauber am Abend
Der heutige Lagertag begann kreativ: Am Morgen verwandelten die Kinder einfache Tonklumpen in kleine Kunstwerke. Mit viel Fantasie entstanden Blumen, Tiere, Vasen, Schalen, Tacos und viele weitere originelle Kreationen. Nun heisst es Geduld haben, denn die Töpferarbeiten dürfen zuerst in aller Ruhe trocknen, bevor sie später weiterbearbeitet werden können.

Die Töpferarbeiten trocknen nun, bevor sie weiterbearbeitet und gebrannt werden.
Am Nachmittag drehte sich an der Börse alles um steigende und fallende Rohstoffkurse. Mit viel Einsatz wurde gehandelt, spekuliert und mitgefiebert. Während einige ihr Vermögen vermehren konnten, mussten andere auch kleinere Verluste hinnehmen. Der Spass stand dabei jedoch jederzeit im Vordergrund.
Parallel dazu lud das Beauty- und Wellnessprogramm zum Entspannen ein. Ob Gesichtsmaske, Gurkenscheiben oder einfach eine kleine Auszeit – hier konnten sich alle erholen. Natürlich durfte jede und jeder mitmachen.
Den krönenden Abschluss des Tages bildete am Abend ein bunter Wanderzirkus, der im Lager Halt machte. An den verschiedenen Attraktionen war für alle etwas dabei – und das Beste daran: Alles war kostenlos.
Mit viel Geschick versuchten sich die Kinder beim Nägele, Preisfischen, Büchsenwerfen oder am Hau den Lukas. Wer sein Können unter Beweis stellte, durfte sich sogar über kleine Preise freuen. Zwischendurch lockten frisches Popcorn, eine geheimnisvolle Wahrsagerin und ein Liebes-Orakel, das bei Gross und Klein für einige Lacher sorgte.
Zum Abschluss des Abends wartete noch eine besondere Überraschung: Unsere Lagerleiter Nicole, Mario und Jenny wurden für ihr 10-jähriges Jubiläum im Sommerlager von allen Kindern und dem Leiterteam mit einem riesigen Applaus gefeiert.
Als kleines Dankeschön überraschten wir die drei mit einem eigens umgeschriebenen Lied. Ob jeder Ton sass, darüber lässt sich streiten – die Begeisterung war dafür umso grösser. Die Überraschung ist uns auf jeden Fall gelungen.
Samstag, 8. August 2026
Elternbesuch, Kuchen und Disco
Heute stand der traditionelle Elternbesuchstag auf dem Programm. Die Freude bei den Kindern war gross, als Eltern und Familienangehörige im Lager eintrafen. Viel Programm brauchte es dabei nicht – gemütliches Beisammensein, Erzählen, Lachen und einfach gemeinsam etwas Zeit verbringen standen im Vordergrund.
Wie es sich für einen richtigen Elternbesuchstag gehört, kamen die Gäste natürlich nicht mit leeren Händen. Kuchen, Gebäck, Süssigkeiten und Süssgetränke wurden ins Lager gebracht, sodass unsere Vorräte innerhalb kürzester Zeit beträchtlich anwuchsen. Ernährungstechnisch vielleicht nicht ganz ausgewogen – moralisch für die Kinder aber äusserst wertvoll.
Am Abend folgte dann die entscheidende Ankündigung:
DISCO!
Die Reaktion der Kinder war eindeutig: HURRA!
Also Musik an, Licht aus und ab auf die Tanzfläche. Nach einem eher gemütlichen Tag war plötzlich wieder ordentlich Bewegung im Haus. So ging der Besuchstag alles andere als ruhig zu Ende: mit lauter Musik, viel Tanz und bester Stimmung.
Sonntag, 9. August 2026
Nach dem gestrigen Elternbesuchstag hiess es heute wieder: Wanderschuhe anziehen und ab in die Natur. Auf dem Programm stand unsere Wanderung. Nach dem Morgenessen wurde der Proviant verteilt, die Rucksäcke gepackt und kurz darauf machte sich die Gruppe auf den Weg.

Noch ahnte niemand, was wir kurz vor der Rückkehr entdecken würden …
Doch kurz vor der Rückkehr machten wir eine seltsame Entdeckung: Bei einer ersten vorsichtigen Untersuchung kamen seltene Edelsteine und mehrere Knochen zum Vorschein.
Zunächst vermuteten wir Überreste eines Tieres. Doch die Knochen scheinen weder menschlichen Ursprungs zu sein, noch lassen sie sich einem bekannten Tier zuordnen. Was also haben wir hier gefunden?
Vorerst darf nicht weitergegraben werden. Unsere Archäologin muss den Fund zuerst genauer untersuchen. Der Investor steht allerdings bereits mit den nötigen Werkzeugen bereit und hofft, dass die Grabungen schon morgen weitergehen können. Denn mittlerweile stellt sich nicht mehr nur die Frage, was hier vergraben wurde – sondern zu welchem Wesen diese Knochen einst gehörten.
Am Abend wartete dann bereits der nächste Programmpunkt: Lotto! Mit viel Spannung wurden Zahlen gezogen, Karten kontrolliert und auf die entscheidende Zahl gehofft. Dabei gab es jede Menge Spass und zahlreiche kleine Preise zu gewinnen. Manche hatten das Glück heute eindeutig auf ihrer Seite, andere warteten vergeblich auf genau diese eine Zahl – aber langweilig wurde es definitiv niemandem.
Montag, 10. August 2026
Der heutige Tag begann mit einigen Rätseln – und mit erstaunlich wenigen Kaffeelöffeln.
Am Morgen stellte eine Leiterin fest, dass ihre Haare über Nacht plötzlich rot gefärbt worden waren. Gleichzeitig fehlte von unseren Kaffeelöffeln jede Spur. Und als wäre das nicht schon seltsam genug, waren auch die Schaufeln verschwunden, die nach dem gestrigen Fund der geheimnisvollen Knochen für weitere Grabungen bereitgelegt worden waren.
Ein Zufall nach dem anderen – langsam wurde die Sache verdächtig.
Am Nachmittag stand zunächst Catch the Flag auf dem Programm. Im Wald wurde gerannt, gesucht, verteidigt, erobert und natürlich versucht, die gegnerische Flagge in die eigenen Hände zu bekommen.
Beim anschliessenden Aufräumen wartete die nächste Überraschung: Mitten im Wald tauchten die verschwundenen Kaffeelöffel wieder auf. Doch sie lagen dort nicht allein. Zusammen mit ihnen wurde ein verschlüsselter Brief gefunden.
Die Geheimschrift konnte schnell entschlüsselt werden – und der Inhalt war wenig freundlich:
Schande! Wir wütend! Wir entsetzt! Zu euch wir jetzt kommen! Keine Ruhe ihr findet. Entsetzt … Ihr keinen Respekt. Wir Trolle, wissen jeden, sehen überall, wir auch stark. Falsche Feinde ihr gewollt? Erst ein Anfang das.
Damit hatten die merkwürdigen Ereignisse plötzlich einen möglichen Absender: Trolle.
Warum diese allerdings ausgerechnet unsere Kaffeelöffel entführen, bleibt weiterhin eines der grössten Rätsel dieses Lagers.
Doch der gefundene Drohbrief liess uns keine Ruhe. Nach einer eingehenden Beurteilung der Botschaft wurde beschlossen, die Drohung ernst zu nehmen. Wie ernst die Drohung der Trolle tatsächlich zu nehmen ist, wird sich wohl erst noch zeigen. Auf einen weiteren nächtlichen Besuch möchten wir allerdings lieber verzichten.
Deshalb wurden die Kinder vorsichtshalber aufgefordert, ihre persönlich wertvollsten Gegenstände selbst auszuwählen und sicher im Büro einzuschliessen. Was dabei als besonders wertvoll galt, durfte jedes Kind selbst entscheiden. Die ausgewählten Schätze sollten dort vor möglichen Langfingern – oder Trollfingern – geschützt sein.
Und damit nicht genug: Heute Nacht wird das Lagerhaus bewacht. Eine Nachtwache wird aufgestellt, um weitere unerwünschte Besuche und seltsame Vorkommnisse möglichst zu verhindern.
Was soll da noch schiefgehen?
Dienstag, 11. August 2026
Das Ende eines Rätsels
Die eigens aufgestellte Nachtwache sollte weitere unerwünschte Besuche verhindern. Das Ergebnis dieser Sicherheitsmassnahme lässt sich relativ einfach zusammenfassen: Die Nachtwache hat versagt. Komplett. Trotz Bewachung gelang es den unbekannten Eindringlingen, ins Lagerhaus zu gelangen und die persönlichen Wertgegenstände der Kinder an sich zu nehmen. Neben Mobiltelefonen verschwanden dabei auch einige Dinge, deren ausserordentlicher persönlicher Wert uns bis dahin offenbar nicht vollständig bewusst gewesen war – darunter Zahnbürsten.
Auf der Suche nach den verschwundenen Wertsachen kehrten wir deshalb noch einmal zur ursprünglichen Fundstelle zurück. Die Hoffnung, dort unsere Sachen wiederzufinden, erfüllte sich allerdings nicht. Stattdessen wartete dort eine weitere geheimnisvolle Botschaft auf uns – natürlich erneut verschlüsselt. Nach erfolgreicher Entzifferung wurde klar, was von uns verlangt wurde: Kinder mit reinem Herzen sollten die gestörte Fundstelle wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzen.
Damit war endgültig klar: Die Ereignisse der vergangenen Tage waren noch nicht vorbei. Gemeinsam machten sich die Kinder auf den Weg zurück zur Fundstelle. Jener Ort, an dem vor wenigen Tagen noch Knochen, Edelsteine und andere merkwürdige Gegenstände ausgegraben worden waren, sollte wieder so hergerichtet werden, wie wir ihn vorgefunden hatten.
Gesagt, getan. Sorgfältig wurde alles wieder an seinen Platz gebracht und die Fundstelle wiederhergestellt. Doch kaum war die Arbeit beendet, wurde es unheimlich. In der Dunkelheit tauchte plötzlich eine Gestalt auf. Sie kam langsam auf die Gruppe zu. Für einen kurzen Moment war nicht klar, was geschehen würde. Doch bevor sie uns erreichte, drehte sie sich wieder um und verschwand zwischen den Bäumen im dunklen Wald.
War das etwa … der Troll?
Viel Zeit zum Nachdenken blieb nicht. Unsere verschwundenen Wertgegenstände waren noch immer nicht zurück. Nun genügte ein reines Herz nicht mehr. Jetzt brauchte es ein mutiges Herz. Eine Fährte führte die Kinder durch die Dunkelheit bis zu einem düsteren und geheimnisvollen Ort am Waldrand. Dort wartete er.
Drei der mutigsten Kinder wurden ausgewählt. Sie mussten vortreten, sich dem Troll direkt stellen – und mit ihm verhandeln. Dabei erfuhren wir endlich, weshalb all dies geschehen war. Der Troll war enttäuscht. Die Natur war nicht mit dem nötigen Respekt behandelt worden, seine Heiligtümer waren ausgegraben und Dinge mitgenommen worden, die niemals uns gehört hatten. Die Kinder entschuldigten sich bei ihm. Der Troll hörte ihnen zu – und akzeptierte ihre Entschuldigung.
Als Zeichen der Versöhnung gab er schliesslich zurück, was er uns genommen hatte. Die Mobiltelefone wechselten wieder zu ihren Besitzern und selbst die verloren geglaubten Zahnbürsten fanden ihren Weg zurück. Damit endet ein Rätsel, das uns während mehrerer Tage begleitet hat.
- Die Fundstelle ist wiederhergestellt.
- Die Heiligtümer sind zurückgegeben.
- Der Troll ist besänftigt.
- Und die Zahnbürsten sind gerettet.
Ende gut, alles gut. Hoffentlich. 😈
Mittwoch, 12. August 2026
Bühne frei für den bunten Abend
Nach den ereignisreichen vergangenen Tagen begann der Mittwoch für einmal ganz gemütlich: Ausschlafen war angesagt. Ein Luxus, der im Lager bekanntlich nicht jeden Tag auf dem Programm steht und entsprechend gerne genutzt wurde.
Nach dem Mittagessen richtete sich der Blick bereits auf den Abend. Die Kinder sammelten Ideen, stellten ihre Beiträge zusammen und nutzten den Nachmittag zum Proben und Vorbereiten für den bunten Abend. Dabei wurde getanzt, gesungen, musiziert und natürlich auch fleissig an der einen oder anderen Pointe gefeilt.
Am Abend hiess es dann: Bühne frei! Die Kinder präsentierten ihre einstudierten Beiträge und sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. Von Tänzen und Gesang über ein Klavierstück bis hin zu Witzen war alles dabei. Einige bewiesen musikalisches Talent, andere tänzerisches Können – und wieder andere hatten eindeutig ihre Zukunft in der Comedy entdeckt.
So wurde aus einem gemütlich gestarteten Mittwoch ein unterhaltsamer Lagerabend mit viel Applaus, Gelächter und einigen überraschenden Talenten.
Donnerstag, 13. August 2026
Aufräumen, Styling und eine letzte grosse Party
Langsam, aber sicher machte sich bemerkbar, dass sich unser Sommerlager dem Ende näherte. Am Donnerstagmorgen stand deshalb etwas auf dem Programm, das vermutlich bei keinem Kind ganz oben auf der Wunschliste stand: Aufräumen und Packen für die Heimreise am Freitag.
Und zu tun gab es einiges. Der Pool musste abgebaut und gereinigt, das Fussballnetz zusammengerollt und die schweren Holzbänke wieder an ihren ursprünglichen Platz zurückgetragen werden – genau dorthin, wo während des Lagers unser Pool gestanden hatte. Gleichzeitig wurden die Zimmer aufgeräumt, Koffer und Taschen gepackt und hoffentlich auch all jene Dinge wiedergefunden, die während der vergangenen zwei Wochen auf geheimnisvolle Weise verschwunden waren.
Am Nachmittag liefen die letzten Aufräumarbeiten weiter. Gleichzeitig begannen jedoch bereits die Vorbereitungen für einen wesentlich erfreulicheren Teil des Tages: die grosse Abschlussdisco. Haare wurden gestylt und geföhnt, Augenbrauen gezupft, Eyeliner aufgetragen und an allen möglichen Details gearbeitet. Kurz gesagt: Wer am Abend die Tanzfläche betreten wollte, konnte sich vorher noch einmal richtig herausputzen.
Bevor es so weit war, gab es aber zuerst ein gemütliches Nachtessen draussen. An der Feuerstelle wurden feine Würste gebraten, dazu gab es verschiedene Salate. Ein letztes gemeinsames Abendessen unter freiem Himmel, bevor am nächsten Tag bereits die Heimreise bevorstand.
Danach war endgültig Schluss mit Aufräumen: Die Abschlussdisco konnte beginnen!
Es wurde getanzt, gelacht und gefeiert, an der Bar wurden Getränke bestellt und die Tanzfläche blieb bis weit nach Mitternacht gut besucht. Die Kinder hatten sichtlich ihren Spass und machten aus dem letzten Abend noch einmal eine richtige Lagerparty.
Natürlich durfte auch eine kleine Auszeichnung nicht fehlen. Für besonders überzeugende Leistungen auf der Tanzfläche wurden nochmals Medaillen vergeben: drei für die besten Tänzer, drei für die besten Tänzerinnen und drei für die besten Paartänze.
Und so endete der letzte richtige Lagertag genau so, wie es sich gehört: mit Musik, viel Gelächter, müden Beinen und einer Party, die niemand besonders früh beenden wollte.
Freitag, 14. August 2026
Abschied vom Sommerlager
Am Freitag hiess es endgültig Abschied nehmen. Nach zwei erlebnisreichen Wochen war der Tag der Heimreise gekommen – vorher wartete allerdings noch ein letztes Stück Arbeit auf uns.
Nach dem Aufstehen musste zunächst das ganze Haus geräumt werden. Koffer, Taschen und das restliche Gepäck wurden zusammengetragen und mit dem Kleinbus zum Carparkplatz transportiert. Während sich das Gepäck bereits auf die Heimreise vorbereitete, ging es für uns noch einmal ans Putzen.
Das Haus wurde von oben bis unten gereinigt, draussen wurde gefötzelt und gemeinsam dafür gesorgt, dass wir unser Lagerhaus ordentlich hinterlassen konnten. Nach getaner Arbeit machten sich auch die Kinder gemütlich zu Fuss auf den Weg hinunter zum Carparkplatz.
Dort hiess es noch einmal warten, bis schliesslich alle Kinder, Koffer und Taschen ihren Platz im Car gefunden hatten. Dann setzte sich der Car in Bewegung und wir liessen Eriz langsam hinter uns.
Nach rund eineinhalb Stunden Fahrt erreichten wir Luzern, wo die Kinder bereits von ihren Eltern erwartet und in Empfang genommen wurden.
Damit ging unser Sommerlager 2026 endgültig zu Ende. Hinter uns liegen zwei Wochen voller Erlebnisse, Spiele, Ausflüge, Musik, Rätsel, Partys und vieler gemeinsamer Momente.
Was bleibt, sind viele Erinnerungen – und vermutlich auch die eine oder andere Sache, bei der erst zu Hause auffällt, dass sie eigentlich jemand anderem gehört. 😄
Simone vermisst ihre weisse Cap mit Logo „Champagner please“ sowie ihre weisse Sweatjacke mit Kapuze. ansonsten hat es Simone sehr gut gefallen.